neunvoltblog


September 28, 2003
Noch ein Umzug. Nach einem knappen Jahr bei blogger.com ( ich hab am 15. 10. 02 begonnen) ist es soweit: Ich ziehe um zu blogger.de. Coole Sache, Dirk! Die URL meines Blogs dort ist

outrage.blogger.de

und wird weiterhin "neunvoltblog" heissen. Könnt ihr ja schon mal bookmarken, harhar. Der alte neunvoltblog hier bleibt zu Archivzwecken stehen, sofern blogger.com nicht wieder digitale Alzheimer bekommt.


Hektik. Der lustigste Vertipper, der mir in letzter Zeit untergekommen ist: "Viel Spßa". Google liefert 33 Treffer, immerhin.


September 27, 2003
Herdentrieb. Kaum fängt einer an, machens alle nach. Ich habs von da.

letzte zigarette: Oktober 1996: Nach dem Sizilienurlaub noch die Packung MS verqualmt. Dann war Schicht.
letzte autofahrt: Heute. Kram aus der alten Wohnung zum Recyclinghof.
letzter kuss: Von meiner Traumfrau. Leider nur auf die Wange.
letzter weinkrampf: Beim Zwiebeln schneiden
letztes buch: Das Bulthaup-Küchenbuch. Oder gehts um Belletristik? Mark Childress: Verrückt in Alabama
letzter film: Kino: Muss wohl Johnny English oder X-Men 2 gewesen sein. DVD: Fight Club, vorgestern.
letztes benutzte schimpfwort: Fuck. Universalschimpfwort. Passt immer.
letztes getränk: Apfelschorle, selbstgemischt aus Blendls naturtrübem Apfelsaft und Acqua Luna.
letztes essen: Scheibe selbstgebackenes Brot mit Butter und frischem Schnittlauch, Ananasjoghurt.
letzter anruf: Gestern abend, eine gute Freundin
letzte sendung im tv: Star Trek. Läuft gerade im Hintergrund.
letzte dusche: Gerade eben.
letzte cd: The Thorns.
letzter gekaufter gegenstand: siehe CD
letztes mal aufgeregt wegen: Der Scheiss-Marktkauf-Getränkemarkt wollte meine Pepsi-Pfandflasche nicht zurücknehmen, obwohl sie Pepsi im Angebot haben .
letzte enttäuschung: Die Bekannte, die mit mir zu Tanith gehen wollte, hat sich nicht gemeldet.
letzte worte: "Weg!" Der Kater hat getan, was er immer tut: im Weg sein.
letzte sexuelle phantasie: Da bin ich bodenständig: Von einer Frau einen gebl*..., aber diesmal von einer, die es draufhat!
letzte merkwürdige begegnung: Letzte Woche in der Computer-Support-Abteilung. Da gibts eigentlich nur merkwürdige Begegnungen.
letztes mal amüsiert: Darüber.
letztes mal verliebt:weiss ich schon gar nicht mehr.
letztes mal umarmt: vor 2 oder 3 Wochen, als ich meine Mutter besucht habe.
letztes mal getanzt: Erlangen, E-Werk, FSK 30, vor 2 Wochen.
letztes konzert: The Go-Betweens, Bardentreffen Nürnberg Ende Juli.
letztes website besucht: GMX, Mails lesen.


Outsourcing. Samsung und LG Electronics haben bereits Kamera-Handys auf ihrem Werksgelände verboten. Wie werden die dann hergestellt? Etwa zugekauft? Am Ende noch von Nokia?


Globalisierung. Ich habe mir eine CD gekauft. Neu. Diese steht bei
Saturn (oder wars Mediamarkt oder ein anderer Kistenschieber - egal) für
17,99 im Regal. Bei Amazon kostet sie 16,99 (plus Versand). CD-Wow
verkauft sie für 12,99 inkl. Versand. Noch mehr erstaunt war ich, als die
CD ankam. Die Sendung wurde in Hongkong verschickt, die CD selbst ist made
in Australia. Ich kann mir nicht vorstellen, dass CD-Wow nichts verdient.
Umso unverschämter scheint mir, was Saturn, Amazon & Co. abschöpfen.


September 26, 2003
Post reloaded - same old song. Ich war beim Postamt und wollte einen Nachsendeantrag stellen. Früher war der immer kostenlos. Deshalb war ich (gelinde gesagt) erschüttert, als die Beamtin sagte, der kostet 14,90 EUR. VIERZEHNEURONEUNZIG! Hallo? Gehts noch? Die Beamtin meinte dann auch gleich: Wenn Sie sich bei Banken und Versicherungen und so ummelden, dann können Sie sich den Nachsendeantrag auch sparen. Ich fragte dann noch, ob der Antrag dann irgendwas besonderes kann, ob die Post dann von
leichtbekleideten Damen persönlich inkl. eines kleinen Präsents überreicht werde oder so, was die Beamtin aber verneinte. VIERZEHNEURONEUNZIG! Mir ist klar, dass so eine Nachsendung Arbeit verursacht. Bis 5 EUR hätt ich ja noch akzeptiert. VIERZEHNEURONEUNZIG! Vielleicht sollte die Post die Einnahmen aus den ständig steigenden Paketgebühren hier mal sinnvoll einsetzen und die Bearbeitung von Nachsendeanträgen subventionieren.


September 25, 2003


Gemeinheit! Pikachu ist weg. Geklaut. Nachdem er mich eine Zeitlang treu beim Motorradfahren begleitet hat. Man klaut einem Mann seinen Pikachu nicht! (vgl. Pulp Fiction: Man zerkratzt einem Mann nicht den Lack seines Wagens)


September 24, 2003
Nachgedacht. 10 Gründe, warum Motorradfahren besser ist als Sex.
1. Man kann nach einem heissen Ritt sein Motorrad vor der Tür stehen lassen, ohne dass es beleidigt ist.
2. Man kann Ledersachen tragen, ohne dass man schräg angesehen wird.
3. Man kann mehrere Motorräder problemlos auf seinen Namen laufen lassen.
4. Man kann den ganzen Tag Motorrad fahren.
5. Man kann eine Anleitung kaufen, und wenn man sie befolgt, kommt man sicher zum gewünschten Ergebnis.
6. Man kann sich ein Motorrad von einem Freund leihen, mit dessen Wissen, und man ist hinterher immer noch befreundet.
7. Ein Motorrad hat ein Zündschloss mit der Stellung "OFF".
8. Ein Motorrad benimmt sich nicht daneben und fällt auch nicht um, wenn man Sprit einfüllt.
9. Ein Motorrad braucht nicht alle vier Wochen einen Ölwechsel.
10. Ich bestimme, wann mein Motorrad Lärm macht.


September 23, 2003


Produktinformation. Heute im Vergleichstest: weisse Lackfarbe. Weisslack seidenmatt (Domäne) vs. Budget Weisslack (Praktiker). Der Domäne-Lack ist etwas zähflüssiger eingestellt und damit etwas besser auf die Bedürfnisse des Hobby-Lackierers abgestimmt, denn er läuft nicht so schnell ab und bildet daher auch weniger "Triefnasen". Ausserdem deckt er besser. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass der mit 4,95 EUR pro 2-Liter-Dose nur etwa die Hälfte des Budget-Lacks kostet, dann fällt der Sieg noch deutlicher aus. Ich frage mich in diesem Zusammenhang, wieso es im Baumarkt keinen "Mietwohnungs-Auszug-Renovierungs-Lack" gibt. Anforderungen: sehr hohe Deckkraft bei nur einem Anstrich auch auf verschiedenfarbigen Untergründen. Hohe Haftfähigkeit auch auf Schmutz. Muss nach max. acht Stunden grifffest und ggf. überstreichbar sein. Überstreichen ohne Zwischenschliff. Muss leichte Unebenheiten ausgleichen können. Braucht dafür nicht exakt der RAL-Farbskala zu entsprechen und braucht auch nicht besonders umweltfreundlich sein. Schliesslich zieht man ja aus der Wohnung aus.


September 22, 2003
Bildungskanal. Meister Proper heisst in Spanien Don Limpio.


September 21, 2003


Lebensart. Ein Globus ist wirklich ein geiles Teil. Im Wohnzimmer aufgestellt verleiht er einem einen weltmännischen Anstrich. Und er macht ein angenehmes Licht. Merke: Schlechte Menschen haben keinen Globus.


September 20, 2003
Nachtprogramm. Ich hab ihn in Kanada schon gesehen, und er kommt auch hier auf BR Alpha: Bob Ross. Der malt ganz entspannt (zugegeben kitschige) Landschaften und erklärt ganz "soft and gentle" was er gerade macht "with the edge of the brush". Kommt gut nachts zum einschlafen, vor allem wenn man ordentlich Wein getrunken hat "a little bit of titanium white" oder noch besser wenn man was geraucht hat "a tiny little tree"...


Alptraum Traumfrau. Auf einer Ausstellung kennengelernt. Dachte, sie wäre die Bekannte von einem Bekannten. War aber nicht so, er hatte nicht ihre Telefonnummer. Also den Veranstalter der Ausstellung kontaktiert. Der hatte ihre Mailadresse aber auch nicht, wie sich nach einiger Zeit herausstellte. Also in eine Disse gegangen, wo sie sich angeblich öfter rumtreibt. Da war sie aber auch nicht. Die Sache wird langsam kompliziert. Ich will nach Hause!


September 18, 2003
Altbausanierung. Jetzt bin ich fast fertig mit meiner alten Wohnung: Türen streichen, abtapezieren, Teppichboden raus, Keller und Dachboden räumen. Am Anfang kamen da schon immer wieder mal Erinnerungen hoch an schöne und auch weniger schöne Dinge, die ich hier erlebt hatte. Schliesslich habe ich 8 Jahre hier verbracht (mir kam es immer weniger vor), und Dinge, die einem mal was bedeutet haben und die man tagtäglich vor Augen hatte, landen jetzt auf einmal im Müll. Ja, das hat mich schon ein wenig runtergezogen. Jetzt bin ich aber in der Phase "Bloss raus hier, neue Wohnung und neuer Lebensabschnitt". Denn in der neuen Wohnung wartet auch noch jede Menge Arbeit. Keine Atempause, es geht voran.


September 15, 2003
uztuztuz. Ich hab den guten Mann immer gern besucht, wenn er mal in Nürnberg aufgelegt hat (er kommt übrigens am 27. ins Zoom). Jetzt hat er ein lesenswertes Blog am Start und dank DSL werde ich mich mal auch ein wenig mit seinen Mixes auseinandersetzen.


September 14, 2003
Blech. "Keiner geht gern allein nach Haus, deshalb bleiben sie einfach alle da, nich wahr". Spliff, Das Blech (1982). Ein wahrhaft visionärer Satz. Denn nur so sind die ganzen "Ü-30"-Parties (oder wie sie alle heissen) zu erklären. Nicht die Party selber, sondern über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren betrachtet. Damals waren doch keine Leute über 25 in der Disse. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern, als ich klein war, grossartig abends weggegangen sind, und da waren sie noch nicht so alt wie ich jetzt. Gestern war ich mal wieder auf so einer Party, ganz nebenbei. Erlangen, E-Werk. Vom Publikum her eher auf der angenehmen Seite. Musikalisch aber ein Totalreinfall: Disco-Funk-Area, noch am erträglichsten. Rock-Area, wers mag. Es gibt so einige, und die sehen auch so aus. Grosser Saal: der mieseste DJ aller Zeiten. Ich bin ja auch nur hingegangen, um meine Traumfrau zu treffen, und die war dann nicht da oder ich hab sie übersehen. Locker bleiben!


September 12, 2003
Nachtschicht. Momentan komm ich freitags nicht aus dem Bett. Das liegt daran, dass neue Folgen von Trigger Happy TV laufen. Auf Pro 7 um 0.15 Uhr. Da lohnt sich jedoch das aufbleiben.


September 11, 2003
Qual der Wahl. Ich habe zum ersten Mal Briefwahl gemacht. Leider nicht wegen Urlaub, sondern weil ich kurz vor der Wahl umgezogen bin (für alle die es nicht wissen: In Bayern sind in Kürze Landtags- und Bezirkstagswahlen). Der Ablauf der Briefwahl ist ja noch überschaubar: weisse Stimmzettel in den weissen Umschlag, blaue in den blauen Umschlag, gelbe in den - na? - gelben Umschlag, alle zupappen und in den roten Umschlag, den auch zupappen und ab in den Briefkasten. Schwierig wirds bei der Erststimme: Da hat man einen A2-grossen Wahlzettel, wo man seine Stimme einem von etwa hundert Kandidaten geben kann. Hat man sich für eine Partei entschieden, bleiben noch etwa 15 übrig. Ich gehe dann so vor: ich kreuze den obersten Namen auf der Liste an, es sei denn, er (sie) ist Lehrer oder Jurist oder so was ähnliches. Dann gehe ich einen Namen weiter nach unten. Das wird so lange wiederholt, bis ich auf einen Kandidaten stosse, der einen vernünftigen Beruf ausübt. Der bekommt dann meine Stimme.


September 08, 2003
Die Zukunft hat begonnen. Ich habe jetzt endlich meine Flatrate am Start. Überhaupt war ich ja seit meinem Umzug vor anderthalb Wochen erstmal offline. Ja, man kommt eigentlich ganz gut aus ohne Internetz. Meine Entscheidung zugunsten der Flatrate ist da natürlich ins Wackeln gekommen. Mal sehen. Jedenfalls hab ich mir ziemlich wenig Gedanken übers Bloggen gemacht und weiss erstmal nicht, was ich noch schreiben soll.


August 28, 2003
Alles nur geklaut. Muss sonst noch jemand bei der Melodie von "Aisha" an "Schweizer - 13 Tage" aus dem Jahr 1987 denken oder geht das nur mir so?


August 27, 2003
Hallo Stefan, herzlich willkommen! "Sie haben 7 neue Nachrichten, davon 0 in Spamverdacht". Sagt GMX. Klar, ist ja alles "Werbung" von GMX.


August 26, 2003
Mutter Natur ist ein böses Weib. Sonst würde es nicht die Zeitdiebe geben. Das ist eine ganz üble Spezies. Das sind nicht nur die, die einen mit endlosem und überflüssigem Geschwätz von wichtigen Sachen abhalten. Indem sie beispielsweise einen Sachverhalt fünfmal erklären, den man schon beim ersten Mal verstanden hat. Das sind auch die, die einen noch ewig zutexten, obwohl man ihnen gleich zu Anfang gesagt hat, dass man ihnen nicht weiterhelfen kann. Das sind auch die, die ein Schwätzchen mit der Kassiererin halten, obwohl dahinter eine riesige Schlange ansteht. Das sind vor allem die, die mit 45 Sachen durch die Stadt zuckeln und an der nächsten Ampel bei Gelb stehenbleiben und man keine Chance hatte, diese Arschlöcher zu überholen. Das sind auch die, die mitten in der Nacht bei fast null Verkehr die Drück-Ampel betätigen. Und sie sterben nicht aus, obwohl sie ständig riskieren, von einem ihrer Opfer erschlagen zu werden.


August 25, 2003
Saubere Sache. Typischer Fall für eine ungeschickte Namenswahl: Ich habe hier eine flüssige Seife, die "Kür" heisst. Sie sollte, zumindest wenn sie in der Toilette platziert ist, eigentlich "Pflicht" heissen.


August 24, 2003
Hattrick. Ich habe es zum dritten Mal in Folge geschafft, einen Reifen bis an die Verschleissgrenze runterzufahren, ohne dass die Polizei mich darauf angesprochen hat.



August 23, 2003
Hirni Birni. Kühl-Gefrierkombis mit dem Gefrierabteil oben. Computer-Peripherie-Geräte mit dem Netzschalter auf der Rückseite. Aua! Welche Vollidioten erfinden denn sowas?


August 19, 2003
Endless summer. Ich bin kein Landwirt und kein Binnenschiffer. Aber dafür Rad- und Motorradfahrer. Ich hasse Regen! Nach wie vor!


August 18, 2003
Sonntagsausflug. Handwerkerfest in Hallerstein (das ist in Oberfranken). Da gab es viele interessante Sachen zu bewundern. Dorfhandwerk wie vor hundert Jahren. Schmied, Zimmerer, Schuster, Besenbinder. Getreide dreschen, Bier brauen (schmackofatz) und lauter so Sachen, von denen man als Stadtmensch keine Ahnung hat. Auch nicht ganz so alte Sachen, wie Feuerwehr, Landvermessung, Autowerkstatt wie in den 60ern. Allerdings auch "Kunsthandwerk", das verdächtig industriell aussah. Von den Einheimischen wurde demzufolge auch die Kommerzialisierung beklagt: In zwei Jahren gibt es vermutlich Dönerbude, Handyschalen und den Typen mit dem alten Opel Vectra, der unter einem Partyzelt Autopolitur anpreist. Bayreuth ist übrigens eine hässliche Stadt. Muss man nicht gesehen haben.


August 17, 2003
Schnäppchen-Tag. Gestern habe ich mein altes Bett zum Recyclinghof gefahren, und - siehe da - was steht da auf der Halde? Ein Herd. Genau das gleiche Modell wie mein kaputter. Für 10 EUR mitgenommen und er funktioniert *g*. Danach habe ich am Flohmarkt noch zwei Spezialschlüssel fürs Fahrrad erworben. Japanische Spitzenqualität für 1,50 *g*. Danach gabs bei Ikea noch einen Teppich. Ausstellungsstück, halber Preis *g*. Heute abend kommt "Midnight Run" im Fernsehen, das lustigste Roadmovie aller Zeiten. Unbedingte Empfehlung!


August 13, 2003
Summer in the city. Mittlerweile 31°C in der Wohnung, und ich kann nachts immer noch schlafen. Der Ventilator läuft fast rund um die Uhr. Ideales Wetter, um folgende Filme anzuschauen:
Falling Down
Das verflixte siebte Jahr
Die zwölf Geschworenen


August 08, 2003
Hundert Meisterwerke. Tja, wer den DVD-Vierer nicht hat, muss jetzt dreizehn Wochen lang den Videorekorder programmieren: Ab heute, den 8. August, kommt freitags um 22.45 im Ersten Loriot. Der Grossmeister des deutschen Humors. Mit den ganzen alten Klassikern: Familie Hoppenstedt, Jodeldiplom, Möbelkauf, HS-2, Männer in der Badewanne undundund. Das nenne ich Bildungsfernsehen. Nicht verpassen! Pflicht!


August 06, 2003
Toronto summer *). Meine Mutter hatte gestern Geburtstag, und ich habe sie besucht. Aber das soll jetzt nur als Aufhänger dienen für ein paar Überlegungen zum Sommer 2003. Eins vorweg: Ich finde das Wetter gut, so wie es jetzt ist. Mir ist es nicht zu heiss. Ich beklage mich nicht. Es gibt ja Leute, die bei 18 Grad jammern, es wäre zu kalt und bei 25 Grad, es wäre zu heiss ("Sommer ist ja schön und gut, aber doch nicht gleich SO!"). Da wird jahrelang der ultimative Sommer beschworen, nicht zuletzt, indem Rudi Carells "Wann wirds mal wieder richtig Sommer" **) im Radio rauf und runter gespielt wird, und wenn dann ein toller Sommer da ist, wird in den Medien wieder Krisenstimmung herbeigeredet.
Jedenfalls bin ich gestern zu meiner Mutter gefahren und habe unterwegs am Baggersee Zwischenstation gemacht. Hopps, rein in die Brühe, den Stress eines Arbeitstages einfach wegspülen. Geil. Ein Gefühl, das süchtig machen kann. Danach in der Sonne trocknen.
Um wieder zum Anfang zurückzukommen (Schutzkleidungs-Freaks bitte jetzt nicht weiterlesen): Ein wirklich gelungener Sommertag zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass man mitten in der Nacht 60 km im T-Shirt Motorrad fahren kann, ohne dass einem nur im geringsten kalt wird.

*) sagte eine Bekannte aus Kanada über unser momentanes Wetter.
**) Die Version von Rudi Carell ist Scheisse. Ein um Längen besseres Cover gibts von Creme 21.


August 05, 2003
Logbucheintrag. 22.25 MESZ. Ich passiere Unterrödel. Alle Systeme im grünen Bereich.


Juli 29, 2003
Beamte. Eigentlich wollte ich mich über die doch sehr schmalen Zeitfenster aufregen, in denen man Behördengänge erledigen kann. Ich lass es aber, denn als ich es endlich aufs Finanzamt geschafft hatte, traf ich dort auf freundliche und kompetente Leute, die mir halfen, die Angelegenheit in meinem Sinne zu erledigen. Ja, das ist wirklich passiert.


Juli 24, 2003
Platz sparen. Wie praktisch: Dank MP3 passt das Musik-Archiv von Antenne Bayern auf einen einzigen Rohling. Ganz unerträglich ist ja der neue "Von-Debilen-für-Debile-Sommer-Hit" von DJ Smirnoff oder so ähnlich: Wir-dichten-uns-die-Rübe-ab-und-sind-alle-häppy-ab-in-den-Süden. Ab ins Heim hätte ich jetzt gesagt.



Juli 22, 2003
Accoro. Neuer Fernseher. 102 cm Bildschirmdiagonale. 16:9. 200 W Musikleistung. Kommt am Freitag. *fg*


Juli 21, 2003
Tempora mutantur. Ich bekam auf einer Feier das Angebot einer Frau, mit ihr ins Bett zu gehen. Ich habs nicht getan. Für mich gehört inzwischen ein Minimum an Zuneigung und Respekt dazu, mit einer Frau zu schlafen. Ist beides nicht gegeben, dann wirds eben nichts. Auch nicht nach dem x-ten Mai Tai.


Juli 19, 2003
Weiss! Bei Wandfarbe ist falsch verstandene Sparsamkeit auch fehl am Platz. Alpinaweiss ist für die Katz. Brillux rockt. Gibts halt nicht im Baumarkt. Ist aber unterm Strich nicht mal teurer. Und ist definitiv viel billiger, wenn man jemand fürs Anstreichen nach Stunden bezahlen muss.


Juli 16, 2003


Fotoecke. Ich habe ein ganz tolles Geschenk bekommen, aus Japan via Kanada. Da lacht das Herz des Analogfotografen und des Sammlers von skurrilen Fotoapparaten. Waiwai!


Fernreisen. Fünf Gründe, warum ich nicht an die Nordsee gefahren bin:
1. Ich habe beim Kette schmieren in Münster festgestellt, dass die Kette schon
viel stärker verschlissen ist als ich dachte. Mir ist einmal die Kette im Urlaub
gerissen, ich brauch das nicht nochmal.
2. In der neuen Wohnung türmt sich die Arbeit. Da kann ich nicht wegfahren und
entspannen.
3. Die Nordsee läuft nicht weg, da kann ich zu einem anderen Zeitpunkt auch
noch hinfahren.
4. Hektik. Ich habe am nächsten Donnerstag hier einen Termin. Und nur mal
hinfahren, schauen, und wieder retour, das bringts auch nicht.
5. So konnte ich einen sehr geruhsamen Tag in Münster verbringen anstatt nur
zu fahren, fahren, fahren.


Juli 08, 2003
Naherholung. Nach drei Tagen Holzboden abschleifen geht man am Stock. Man spürt Muskeln, von denen man noch nicht mal wusste, dass man sie hat. Heute gibts daher einen Tag am Baggersee. Übrigens: Können Kinder eine Treppe nicht normal benutzen, sondern immer nur mit Riesen-Holterdipolter?


Juli 04, 2003
Bewegung. Das deutsche Verb "bewegen" ist entweder reflexiv oder transitiv. Das heisst, man kann sich bewegen oder man kann etwas bewegen. Aufgemerkt, liebe Werbetexter: Slogans wie "Der Stern bewegt" oder "Die Bank, die bewegt" sind folglich Quatsch.


Juli 02, 2003
Schöner wohnen. Cor. Rolf Benz. Molteni. Brinkmann. Bulthaup. Poggenpohl. Alno. Leicht. Siematic. Gaggenau. Smeg. Ilve. Solari. Undundund. Mir brummt der Kopf. Zusammengefasst kann man sagen, ich lebe zwar über meine Verhältnisse, aber immer noch unter meinem Niveau.


Juli 01, 2003
Bewunderung. Als ich noch klein war, habe ich öfters "Aktenzeichen XY" gesehen. Am meisten hat mich fasziniert, wenn ein gesuchter Verbrecher "mehrere Sprachen fliessend" beherrschte. Fliessend. Und gleich mehrere Sprachen. Wow. Ich hab mich da gerade mit Schulenglisch rumgeschlagen.
Inzwischen sieht die Sache anders aus, und sollte ich dereinst auch mal bei Aktenzeichen XY gesucht werden, dann möchte ich hören: "Der Gesuchte spricht fliessend Englisch, Französisch und Spanisch"!


Juni 29, 2003
Sommer in der Stadt. Gestern war ich in Schwabach. Als ich an einer roten Ampel anhalten musste, beobachtete ich einen Springbrunnen und sah dem Spiel der Wasserstrahlen zu. Schön. Doch dann wurde die Ampel grün, und ich musste weiterfahren.


Juni 26, 2003


Quo vadis, Blog? Ich habe mir eine Wohnung gekauft. Zack. Einfach so. Nein, nicht einfach so, das zieht sich ja etwas mit dem ganzen Behördenkram. Ich habe mir in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, ob es Sinn macht, einen Bau-Blog zu führen. Die Antwort lautet nein. Wenn ich nämlich fünf Tage hintereinander schreibe: Tapeten abgekratzt oder Fussboden abgeschliffen, dann langweilts. Wenn ich aber schreibe: Ich habe mir einen endgeilen, italienischen Edelstahl-Gasherd gekauft, dann hätte ich das hier sowieso erwähnt...
Natürlich werde ich weniger Einträge hier schreiben. Wegen der Baustelle, wo es natürlich kein Internetz gibt. Und ich hab ja auch noch Urlaub. Vielleicht fahr ich weg, vielleicht auch nicht. Vielleicht fahr ich an den Baggersee, renovieren kann ich auch bei schlechtem Wetter.
Ist ja auch ein grosser Cut in meinem Leben, und wer weiss, ob die Lust zum Bloggen anhält.
Mir ist auch folgendes aufgefallen: Als ich vor 8 Monaten zu bloggen begann, hatte ich ja noch keine so rechte Vorstellung davon, wo das eigentlich hinführt. Ich hatte vor, den Blog über die Sachen zu führen, die einen breiten Raum in meinem Leben einnehmen. Die hab ich als Thema auch anfangs in irgendwelche Blog-Verzeichnisse eingetragen: Fotografie, Katze, Motorrad. Rückblickend finden die aber nur am Rande Erwähnung. Liest sich eher wie ein Motzblog, obwohl ich mir diesen Schuh nie erklärterweise anziehen würde...


Juni 24, 2003


Ergänzung. Der Speisezettel von Katzen muss um zwei Posten erweitert werden:
-thailändische Chili-Kräcker
-Karlsbader Oblaten


Juni 23, 2003


Produktinformation. Beim Einkaufen zufällig entdeckt: Axe anti-hangover. Für innovative Produktideen bin ich ja immer zu haben, deshalb hab ich es gekauft. "AXE anti-hangover mit Mg-O2 (äh, Magnesiumdioxid?) bringt Dich von 0 auf 100 - egal wie kurz die Nacht war". Ich habe mich gefragt, ob man das Zeug auch prophylaktisch anwenden kann und habe mich damit geduscht, bevor ich aufs Nürnberger Bierfest gegangen bin. Ich muss sagen, die Wirkung lässt noch Raum für Verbesserungen. Achja nochwas: Dresden rockt.


Juni 20, 2003
Reklame. Man sollte nie bei ebay Suchbegriffe wie Jacobsen, Wagenfeld, Guzzini, Starck eingeben...
Hinweis in eigener Sache: Ich bin gerade am ausmisten, und wenn der geneigte Leser mal schauen möchte, ob er/sie was brauchen kann: bitteschön.


Juni 19, 2003
Highway To Hell. Zwei DJ-Todsünden:
1. Lieder anmoderieren
2. Im Lied rausfaden, so dass der Pöbel den Refrain mitgrölen kann.


Juni 18, 2003
Hovno. Das Internet ist scheisse. Da findet man eben nicht mal auf die Schnelle einen Tschechisch-Grundwortschatz. Entweder wollen sie einem Print-Wörterbücher verkaufen oder es handelt sich um Online-Übersetzungen, die nicht funktionieren oder Geld kosten.


Juni 15, 2003


Flaschen! Früher waren die Schraubverschlüsse von Saft- oder Limoflaschen aus Metall. Die hat man aufgeschraubt - zack - und wieder zugeschraubt. Heute sind sie aus Kunststoff. Da brauchts rohe Gewalt zum Öffnen. Und dann hängt so ein scharfkantiger Plastikstreifen dran. Den muss man erst abschneiden, um sich nicht zu verletzen. Da scheiss ich auf den Fortschritt.
Dafür braucht man für Bierflaschen immer noch Werkzeug. In Kanada (und noch einigen anderen Ländern) kann man die Kronkorken einfach abdrehen. Wo bleibt hier der Fortschritt?



Juni 14, 2003


Hasstirade der Woche. Doppel CDs. Computer-CDs kommen in Hüllen, wo man das Innenteil,welches die CDs trägt, nach links umklappt. Macht man die Hülle auf, kann man die eine CD rausnehmen, und nach einer kurzen Bewegung mit dem Handgelenk auch die zweite. Das ist praktisch und funktioniert 1a. Bei Musik-CDs muss man das Innenteil nach rechts rausklappen. Das ist viel schlechter zum handhaben. Was soll dieser Schwachsinn?


Juni 12, 2003


Unglaublich. Gestern auf Pro 7. Eine Reportage über eine Autowaschstrasse. Über Typen, die manchmal mehrmals die Woche stundenlang ihr Auto reinigen. Was für eine Freakshow. Die Leute verhalten sich auch noch so, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Von welchem Planeten stammen die eigentlich? Der Reporter hätte mal fragen sollen, wie oft sie baden/die Unterwäsche wechseln.



Juni 11, 2003
  Oh my God, they killed Mölli!

Create Your Own. Den South Park Character Creator kennt wahrscheinlich schon jeder.


Juni 10, 2003
Weisheit. Heaven is where the police is British, the cooks are Spanish, the lovers Italian, the mechanics German, and it's all organized by the Swiss.
Hell is where cooks are British, the lovers Swiss, the mechanics Spanish, the police German, and it's all organized by the Italians.



Juni 09, 2003
Eisenarsch. Ich schwanke zwischen "Mann, haben die einen an der Waffel" und "Das kann ich auch!"


Juni 07, 2003
Mölli reloaded. Ob in den letzten zwei Tagen irgend eine deutsche Radiostation "It's raining men" gespielt hat? Gestern Wöhrdersee-Fest: exotisches Essen, hochinteressante politische Diskussion mit Afrikanern (aus Kamerun und Elfenbeinküste) geführt, Karlovacko getrunken (auf das c gehört ein Häkchen, das geht aber nicht mit HTML, sorry). Danach wollten wir noch in eine Disco auf eine "30+"-Party gehen. Solche Veranstaltungen schiessen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Ich weiss: woanders ist das längst kalter Kaffee. Bei dem Wetter haben wir uns aber lieber in den Wiesengrund gesetzt.


Juni 06, 2003
Möllemann. Jetzt hat wohl jeder schon was dazu geschrieben, deshalb fasse ich mich kurz. Ich mochte ihn nicht besonders, aber er war auch nicht der Watschenmann wie für viele. Und er hat sich auch mal getraut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Klar hatte er Dreck am Stecken. Aber wer auf dieser Ebene der Politik hat das nicht? Und das ist, denke ich, auch der Grund, warum er sterben musste. Ich glaube nicht an Selbstmord.


Juni 05, 2003
Abzocker. Nach dem Post-Portoerhöhungs-Schock, der die Käufer getroffen hat, brechen jetzt für alle Ebay-Verkäufer schlechte Zeiten an: Ab 1. Juli sind für Provisionen aus Online-Auktionen Mehrwertsteuer fällig. So weit, so schlecht, kann Ebay auch nix dafür. Aber die Bande nutzt das auch gleich um heftig an der Gebühren- und Provisionsschraube zu drehen. So nicht, liebe Ebay-Leute. Ich wünsche Euch, dass Ihr den break-even überschreitet und Euren Karren satt vor die Wand fahrt. Vielleicht sieht man sich dann bei hood.de?


Juni 04, 2003
Lebensart. Bicolor. Nein, das geht nicht. Niemals nicht und unter keinen Umständen. Ob Armbanduhr, Wasserhahn oder sonstwas, es sieht einfach immer scheisse aus.


Juni 03, 2003
Kirchentag. Es ist mein erstes Mal, dass ich auf einen Zeitungsartikel verlinke, aber der muss einfach sein.


Juni 02, 2003


Produktinformation. Zufällig im Getränkemarkt endteckt: Afri Cola light. Ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich. Schmeckt auch nicht so gut wie Pepsi, kostet aber mehr. Ansonsten bin ich noch etwas gaga vom Motorradfahren gestern den ganzen Tag. Nur kurz: Luxemburg ist eine Reise wert. Und die Pommes schmecken in Francorchamps besser als am Nürburgring.


Mai 29, 2003


Brückentag. Ich werde in die Eifel fahren. Zum Nürburgring. Da findet ein 24-Stunden-Autorennen statt. Eigentlich interessieren mich Autorennen überhaupt nicht. Aber ein Freund von mir hat VIP-Karten. Und Smudo fährt mit, in einem von Zomtec gesponserten und mit Rapsöl betriebenen VW Beetle. Bouh. Das ist schon wieder so abgefahren, das muss man sich eigentlich reinziehen. Und vielleicht ist noch genug Zeit, um mal eben zum Fritten-Essen nach Belgien zu fahren.



Mai 28, 2003
Hasstirade der Woche. Quark Xpress suckt. Und zwar gewaltig. Wollte ich nur mal festhalten.


Mai 27, 2003


Weltnichtrauchertag. Am 31. Mai. Deshalb ein paar Gedanken zum Rauchen: Rauchen am Arbeitsplatz ist so ziemlich das asozialste was man sich vorstellen kann. Schlimmer ist nur noch die Argumentation: "In die Kneipe gehst Du doch auch!" Richtig. Die Kneipe kann ich mir aber aussuchen. Und wenn es mir zu rauchig ist, dann geh ich eben. Beides funktioniert aber nicht mit dem Job. Zum Glück gibts bei uns in der Firma mittlerweile ein generelles Rauchverbot. Wo ich ebenfalls reinschlagen könnte: Wenn Eltern im Auto rauchen und den Nachwuchs auf der Rückbank einnebeln. Denn der kann sich nicht wehren. Watschenkandidaten sind auch die, die sich in der Öffentlichkeit Zigarren anstecken. Dieser Gestank erfüllt wirklich den Tatbestand der Körperverletzung. Man sollte diesen Typen (es sind ausschliesslich Männer) den Kotzbalken mit einem gezielten Schlag in der Kauleiste versenken. Auch gehört die Tabaksteuer auf Zigarren auf 10 Euro/Stück erhöht. A propos Tabaksteuererhöhung: die Behauptung, die Mehreinnahmen werden für die Gesundheit ausgegben, ist doch reine Augenwischerei. Ein Staat hat unterm Strich eine Summe Einnahmen und eine Summe Ausgaben. Da kann man doch gar nicht überwachen, dass der eine Euro, den man Tabaksteuer bezahlt, auch direkt in den Bereich "Gesundheit" fliesst.


Mai 26, 2003


Nahrungsaufnahme. Ich glaube mich erinnern zu können, dass Bananen früher zwischen der grünen und der braunen Phase mal kurzzeitig gelb waren.


Mai 25, 2003
Familienfeier. Lecker Hirschbraten.


Mai 24, 2003
Lebenserhaltende Massnahmen. Heute habe ich wieder mal Ölwechsel am Auto gemacht, und wieder ist es schiefgelaufen. Ich benutze dazu eine spezielle Auffangwanne, die zugleich auch Altölbehälter ist. Oben ist eine trichterförmige Vertiefung, damit das Öl ins Innere laufen kann. Letztes Mal war so starker Wind, dass das auslaufende Öl in der Einfahrt verteilt wurde statt in die Vertiefung zu laufen. Dieses mal ist die Ablass-Schraube in das Loch in der Vertiefung gefallen und hat es verstopft. Das Öl ist natürlich über den Rand der Wanne geschwappt und hat wieder die Einfahrt versaut. Und ich musste im heissen Öl rumfingern und die Schraube rausfummeln. Aua! Den nächsten Ölwechsel lass ich in der Werkstatt machen.


Mai 23, 2003


Jugend forscht. Angeblich enthält Bier weibliche Hormone. Im Freundeskreis wurde dies in einem Selbstversuch überprüft. So hat jeder von uns, rein für die Wissenschaft, 10 Bier getrunken. Am Ende dieser 10 Runden wurde dann folgendes festgestellt:

1. Wir hatten zugenommen.
2. Wir redeten eine Menge, ohne dabei etwas zu sagen.
3. Wir hatten Probleme beim Fahren/Einparken.
4. Es war uns unmöglich auch nur im entferntesten logisch zu denken.
5. Es gelang uns nicht, zuzugeben, wenn wir im Unrecht waren, auch wenn es noch so eindeutig schien.
6. Jeder von uns glaubte er wäre der Mittelpunkt des Universums.
7. Wir hatten Kopfschmerzen und keine Lust auf Sex.
8. Unsere Emotionen waren schwer kontrollierbar.
9. Wir hielten uns gegenseitig an den Händen.
10. Und zur Krönung: wir mussten alle 10 Minuten auf die Toilette und zwar alle gleichzeitig.

Ergebnis: Befund positiv.


Mai 22, 2003


Gestern auf RTL: Die ultimative Chart-Show. Wollte ich eigentlich gar nicht sehen und hätte ich auch nicht, wenn ich nicht krank zuhause gewesen wäre. War aber wirklich interessant und aufschlussreich, wenn man die RTL-Superstar & Co-Selbstbeweihräucherung subtrahiert. Die Musiker von damals wurden gezeigt, wie sie heute aussehen und sie erzählten kleine Anekdoten um ihre Hits. Die "Bouh, war das damals geil"-Kommentare von Sarah Connor oder Jeannette Biedermann hätte sich RTL jedoch verkneifen können.
Folgendes fiel auf:
- In den Charts war auch früher schon jede Menge (in der Zwischenzeit
vergessene) Scheisse, es war also nicht viel besser als heute.
- Überhaupt waren ganz andere Lieder in den Top 50 als erwartet.
- Man unterhielt sich darüber, wie schwierig es ist, ABBA-Songs zu covern,
und prompt scheiterten die No Angels an "Fernando".
- Man tut immer noch so, als ob die Scorpions mit "Wind Of Change" einen
wichtigen Beitrag zur Entspannungspolitik geleistet hätten.
- Gerade ganz oben sind einige Lieder, die durch einen Film oder ein sportliches Ereignis bekannt wurden (und die sonst völlig zu Recht in den Läden verstaubt wären).
Die besten Äusserungen:
Matthias Reim über "Lady Bump": "Disco-Bump? Ja hier!" (zeigt den Vogel)
Nina Hagen über den Lambada, nachdem sich schon einige euphorisch
geäussert hatten: "Ja da ham wa uns alle auch sehr gefreut" (mit deutlich
ironischem Unterton).
Die ganzen Charts hier.


Mai 21, 2003


Bildungskanal. Milchkaffee heisst in Portugal "galao".


Mai 20, 2003
Rammstein. Mir ist folgendes aufgefallen: Bei "Bück Dich" tanzen immer die am engagiertesten, die offensichtlich von der Thematik am wenigsten betroffen sind.


Mai 19, 2003
Hasstirade der Woche. Heute: Der Zehntel-Cent. Nachfolger des Zehntel-Pfennigs. An Tankstellen beheimatet. Und zwar ausschliesslich. Deshalb ist er leider noch lange nicht vom Aussterben bedroht. Es ist eine Unsitte, die sich im Lauf der Jahrzehnte eingebürgert hat und das Euro-Umrubeln leider überlebt hat. Ich verstehe auch gar nicht, dass das im reglementierungswütigen Deutschland überhaupt zulässig bzw. geduldet ist. Hallo Leute von den Ölkonzernen: Der Sprit ist heutzutage so teuer, dass ein Zehntel-Cent als Unterscheidung nicht mehr taugt. Also hinfort mit ihm in den Mülleimer der geschichtlichen Irrtümer! Wer von Euch hat als erster den Mut?


Mai 18, 2003
Frystyxfernsehen. Sonntagmorgen ist für passionierte TV-Gucker eine schwierige Zeit. Das skurrilste Programm ist aber eindeutig die Liveübertragung eines Gottesdienstes. Ouh Mann, für was alles meine Gebühren ausgegeben werNein, ich sags nicht.


Mai 16, 2003


Sicherheitsabstand. Ich war doch etwas erstaunt, wieviel Angst ein Kind vor einer Katze haben kann. Wo Luigi doch schon seit längerem niemand mehr gebissen hat.


Mai 15, 2003
Wunder der Technik. Es gibt wohl kaum was überflüssigeres als die "Shuffle"-Taste am CD-Spieler. (Hinweis für die, die da noch nie draufgedrückt haben: Der CD-Spieler spielt die Lieder dann nicht der Reihe nach, sondern in einer von einem Zufallsgenerator erzeugten Reihenfolge ab). Wohl jeder ernsthafte Künstler macht sich Gedanken über die Reihenfolge der Lieder auf dem Tonträger. Das mache ja sogar ich, wenn ich Mix-CDs brenne. Man stelle sich vor, ein Werk der klassischen Musik, am besten eine Oper, im Shuffle-Modus zu hören. Harhar. Was sind das für Leute, die diese Taste benutzen? Wahrscheinlich die, die Bravo-Hits oder Jeannette Biedermann hören. OK, Mist bleibt Mist, egal in welcher Reihenfolge er kommt.


Mai 14, 2003


Antenne Reiern 2. Vor 60 Jahren hat der Rundfunk nur gesendet, wenn jemand was zu sagen hatte. Das ist heutzutage leider anders. Der Mensch hat ganz offensichtlich Probleme, 24 Stunden Programm täglich mit Inhalt zu füllen. Deshalb wird künstliches "Inhaltsurrogat" ohne jeglichen Nährwert erfunden, zum Beispiel Brosis. Da kann man dann melden, wenn ein Bandmitglied Dünnschiss hat, und das Ganze dann genüsslich breitwalzen. Noch 'n Kalauer, Lacher vom Band, uff, schon wieder 10 Minuten Sendezeit geschafft! Vermutlich wird das Radioprogramm aber von Ausserirdischen gemacht, die so die Invasion der Erde vorbereiten. Wenn sie dann kommen, sind unsere Hirne schon so "weichgekübelböckt" worden, dass wir keinen Widerstand mehr leisten können. Wir werden assimiliert werden!


Mai 12, 2003


Life Savers. "Sometimes I think the surest sign for intelligent life elsewhere in universe is that none of it has tried to contact us." Zeit, mal den besten Cartoon auf der Welt zu loben. Calvin und Hobbes. Oft zutiefst philosophisch, manchmal höchst albern, aber immer zum Schreien komisch haben diese beiden schon manchen trüben Tag etwas heller gemacht. Sollte man möglichst im englischen Original lesen.



Mai 11, 2003


Aldilettanten. Brotbackautomat, Nachfass. Vor ein, zwei Wochen gab es bei Feinkost Albrecht billige (nicht: günstige!) Brotbackautomaten. Und schon fluten im Oberstübchen eher sparsam möblierte Zeitgenossen die Discount-Foren, dass es eine wahre Freude ist. Leute! You get what you pay for. Wenn Ihr Euch nicht mit ablösender Beschichtung, schmelzenden Deckeln, sich nicht aus der Form lösenden Broten oder fehlenden Serviceadressen rumschlagen wollt, dann müsst Ihr Euch eben einen Panasonic oder LG kaufen. Letztere sind gebraucht in gutem Zustand bei ebay auch nicht teurer als das Aldi-Teil. Und wer sich nicht vorher schlau macht, zahlt eben 39 Taler für die Erfahrung, dass der Automat keine Kruste wie beim Holzofenbrot macht.



Mai 10, 2003


Schnäppchen. Trempelmarkt. Das ist ein grosser Flohmarkt in der Nürnberger Innenstadt, der zweimal im Jahr stattfindet. Zwei Kameras abgestaubt, die mich bei ebay locker das dreifache gekostet hätten. Alte Freunde getroffen und eine Menge Spass gehabt. Und so ganz nebenbei erfahren, dass in Zapfendorf ein Gewitter war.



Mai 09, 2003


Antenne Reiern. Ich überlege gerade, was es kosten muss, so einen hässlichen und untalentierten Krapfen wie Celine Dion massiv ins Radio-Airplay einzukaufen. Mit dieser Summe muss man doch den kompletten deutschen Staatshaushalt sanieren können. Wenn man sich anhört, wie sich der kanadische Quälgeist durch "I drove all night" dilettiert und eine Ikone meiner Jugend, nämlich Cyndi Lauper, durch den Schmutz zieht, dann strebt mein Mageninhalt wieder die Speiseröhre empor.
A propos kanadischer Quälgeist: Shanaia Twain zeigt ein ums andere mal, dass "*x-beliebige Musikrichtung* goes Pop" , in diesem Fall Country, nicht funktioniert. So wie seinerzeit Klassik, da gingen schon die ganzen "Symphony Orchestra Projects" baden.
A propos untalentiert: Shakira hat man ja wenigstens optisch runderneuert. So wie sie auf alten CD-Covern aussah, hätte man sie bei der "Miss-Medellin"-Wahl nicht mal die Eintrittskarten abreissen lassen. Jetzt kann man bei MTVIVA das dünne Quäkestimmchen wegdrehen und sich in einem billigen RTL-2-Mitternachtsclip wähnen...


Mai 08, 2003
Weishei. Lich un Luf gib Saf un Kraf.


Mai 07, 2003
Incompetence. When you earnestly believe you can compensate for a lack of skill by doubling your efforts, there's no end of what you can't do.

*LOL*. Noch mehr davon hier.


Mai 06, 2003
Naherholung. Die Freiluftsaison ist eröffnet. Mit Bastmatte und Handtuch in den Wiesengrund legen und von der Sonne bescheinen lassen. Kinder schreien, Hunde bellen. Es riecht nach Holzkohlenrauch und Knoblauch. Radfahrer eilen vorbei. Ich lese Calvin und Hobbes. Tigerbäuche sind Solarzellen.


Mai 05, 2003
Zukunftstraum. Heute in Stefans Ideenschmiede, in naher Zukunft an Ihrer Wand: TFT-Tapete. Man stelle sich vor: die komplette Wohnzimmerwand ist Bildschirm. Vergessen Sie Rückpro oder Beamer. Filme im ECHTEN Kinoformat anschauen. Auf Parties kann man dann die Leute mit lustigen Lichteffekten in den Wahn treiben. Und ansonsten: Bildschirmschoner als Fototapete.


Mai 03, 2003
Brumm, brumm. Wieso freuen sich so viele Deutsche, wenn ein Wahlschweizer in einem Fiat schneller mit dem Auto im Kreis fährt als andere?


Mai 01, 2003


Dicken Kopp. Nee, heute nicht. Die traditionelle feier in den Mai ist sehr dezent ausgefallen: Jever 3, Caipi 0. Konzert gesehen. War nicht besonders, hat mich aber angeregt, mal wieder "Ça plane pour moi" aus meiner Plattensammlung auszugraben. Heute wieder beim Motorradfahrer-Aufmarsch gewesen. Das gleiche wie jedes Jahr. So, muss jetzt Star Wars gucken.


Dicken Hals! Wieso müssen manche Schwachköpfe auf der Strasse laufen, obwohl gleich daneben ein fetter Gehsteig ist? Hoffentlich werden diese geistigen Tiefflieger mal von einem Zementmischer weggeräumt. Das ist Evolution.


April 30, 2003


Schmackofatz. Dank einer Arbeitskollegin habe ich mal wieder toaster pastries im Haus. Hat sie mir aus den Staaten mitgebracht. Für die politisch Korrekten: Die Dinger gibts auch in Kanada. Seltsamerweise aber nicht bei uns.


April 29, 2003


Winke, winke. Vom Motorradfahren. Und vom Grüssen. Gleich vorweg: Mir gehts mächtig auf den Docht. Jedes Jahr um diese Zeit werden in den einschlägigen Foren wieder die immer gleichen Grüssen-pro-und-kontra-Diskussionen geführt. Für mich ist es ein überflüssiges Ritual aus längst vergessenen Tagen: Nach dem Krieg war das Motorrad ein Arme-Leute-Fahrzeug mit schlechtem Image. Sobald man es sich leisten konnte, stieg man ins Auto um. Nur ein paar hartgesottene Überzeugungstäter blieben dem Motorrad treu. Und eben diese Handvoll Leute grüssten sich, wenn sie sich begegneten (und halfen sich, wenn sie eine Panne hatten). Heute ist das Grüssen (und vor allem das Zurückgegrüsst-Werden und das daraus resultierende Zugehörigkeits-Gefühl) nur noch für Wochenend- und Eisdielenbiker mit weniger als 1000 km Jahresfahrleistung wichtig. Vielfahrer nervts eher. An manchen ballungszentrums-nahen Strecken würde man am Wochenende die Linke gar nicht mehr an den Lenker bekommen, wollte man alle Motorradfahrer grüssen. Nicht falsch verstehen. Ich bin kein Stoffel. Wenn es die Verkehrssituation erlaubt, und ich sonst gerade nichts anderes zu tun habe, dann winke ich auch zurück.


April 28, 2003
Keine Unterhaltung. Seit SAT1 das witzige "Ströhleins Experten" durch den völlig bescheuerten Schwachsinn "Lenßen und Partner" ersetzt hat, kann man beim Abendessen überhaupt nicht mehr fernsehen!


Unterhaltung. Heute abend im ZDF: Mörderischer Vorsprung. Sehr spannend.


April 27, 2003


Stolz und Vorurteil. "Motorrad-Sicherheitstraining? Brauch ich nicht. Ich fahr ja schon seit 10 Jahren. Das is was für Anfänger und Weicheier." Man könnte kaum falscher liegen. Klar eiert man seit Jahren durch die Weltgeschichte. Aber, zum Glück, mit ganz wenig Extremsituationen. Bei so einem Training kann man dann mal sehen, was Mensch und Maschine wirklich können, beispielsweise wenn man Vollbremsungen übt. Und, Überraschung: ich bin gar nicht so untalentiert, besonders bei den Langsamfahrübungen. Und: Ich bin über die Wippe gefahren!


April 26, 2003


Ein Freund, ein guter Freund. Da zeigt die ARD vormittags "Die drei von der Tankstelle". Wie soll man da seinen normalen Tagesgeschäften nachgehen? Unfair, das.


April 25, 2003


Home improvement. Neue Haarfarbe. Aubergine.


April 23, 2003


Hokus, pokus, verschwindibus. Ich wollte nur die Vorderradnabe von meinem Fahrrad neu fetten. Ein Routinejob. Kontermutter lösen, Nasenring abziehen, Konus abschrauben, Achse herausziehen, Kugeln auffangen, alles reinigen. Um die Lagerschalen in der Nabe zu säubern, muss man aussen die Abdeckringe entfernen. Die sind eingepresst, man hebelt sie am besten mit einem Schraubendreher raus. Und jetzt wirds ein Fall für die X-Akten: Der eine Ring ist davongesprungen. Ich hab ihn noch gegenüber bei den Zeitschriften-Sammel-Pappschubern einschlagen gehört. Das wars. Weg. Eine sofortige Suchaktion mit dem Maglite zeigte ebensowenig Erfolg wie eine Alles-komplett-auseinandernehm-(und-saubermach)-Aktion am nächsten Tag. Jetzt hab ich zwar ein picobello Wohnzimmer, aber keinen Abdeckring. Also: Siehst Du den Ring, dann stirbst Du nicht, sondern ich geb Dir ein Bier aus.


April 22, 2003


Forever Young. Ich kann es noch. Eine Nacht durchmachen. Dabei wäre ich fast schon um 2 Uhr heimgegangen, weil der Meister am Plattenteller bis dahin nicht aufgetaucht ist. Dann habe ich alte Bekannte getroffen. Reichlich Alkohol getrunken, Frauen doof angequatscht. Und Techno. Hoppeln bis der Arzt kommt. Wie in alten Zeiten. Als ich frühmorgens nach Hause ging, schien gleissendhell die Sonne. Und ich hatte meine Ray-Ban nicht dabei. Zumindest das wäre früher nicht passiert.


April 21, 2003


Freizeit. Über das Motorradfahren. Eigentlich wollte ich heute nur die Maschine reinigen. Aber mein Bruder, bei dem ich das machen wollte, war nicht da. So habe ich mich entschlossen, eine Runde "ums Karree" zu drehen. Man lässt es erstmal locker angehen, schliesslich ist man mit diesem Motorrad noch nicht viel gefahren dieses Jahr. Man muss erst wieder zueinanderfinden. Das ist wie mit einem alten Freund, den man jahrelang nicht gesehen hat. Erstmal vorichtig anklopfen, ob man sich sehr verändert hat. Schnell findet man jedoch wieder zusammen, merkt, dass man nach wie vor auf einer Wellenlänge ist. Gierig saugt man das graue Asphaltband ein. Konzentration. Dennoch nimmt man auch die Landschaft wahr, vertraut und doch jedesmal neu. Was hat sich verändert, seit ich das letzte mal hier durchgefahren bin? Dann der Wegweiser. Hundertmal ist man hier vorbei gekommen. Hundertmal hat man sich vorgenommen, da mal abzubiegen und hinzufahren. Blinker, Bremse. Heute ist es soweit. Jetzt fahren wir auf Strassen, die neu sind. Aufmerksam lesen die Augen die Strasse wie ein Buch. Die Fliehkräfte in den wechselnden Kurven erzeugen ein Glücksgefühl. Wenn man den Eindruck hat, man besässe Nervenenden in den Profilblöcken der Reifen, dann bildet man wirklich eine Einheit mit dem Motorrad. Der Zentralrechner im Kopf verarbeitet die aufgenommenen Informationen und berechnet in Sekundenbruchteilen die optimale Fahrlinie und gibt Anweisungen an Hände und Füsse. Dennoch nimmt man sich auch mal Zeit für eine Pause. Man hält irgendwo am Wegesrand und legt sich für ein Viertelstündchen in eine grüne Wiese. Jetzt herrscht erst mal Stille. Irgendwo singen ein paar Vögel und in der Ferne fahren Autos auf einer Bundesstrasse. Weiter gehts. Der Fahrtwind, der sich unter Kohlefaser und Styropor verirrt, rauscht in den Ohren. Unten singt der kleine Kolben, wenn er mehr als hundertmal pro Sekunde in seiner nikasilbeschichteten Laufbahn auf und ab saust. Tankstop. Fahrer und Motorrad werden mit lebensnotwendiger Flüssigkeit versorgt. Und wieder werden Meter um Meter Asphalt unter den Michelins durchgespult. Die Sonne wärmt einen durch die Kleidung. Man bedauert die Autofahrer in ihren Käfigen. Sie spüren nicht den Temperaturunterschied, wenn man durch ein Waldstück fährt. Immer wieder streifen kurze Blicke das Cockpit. Routine. Der Temperaturzeiger steht wie angenagelt, und keine aufleuchtende Kontroll-Lampe kündet von drohendem Unheil. Gut. Man verliert auch völlig das Zeitgefühl. Der im werktäglichen Stadtverkehr übliche "search-and-destroy"-Modus wird heute nicht aktiviert. Ich fahre meinen eigenen Rhythmus, ich überhole und werde überholt. So klingt ein wunderbarer Frühlingstag aus, besser als Sex, einfach weil er viel, viel länger dauert.


April 20, 2003


Reise in die Vergangenheit. Blogger.com hat wieder Durchfall, deshalb gibts die letzten paar Tage in kompakter Form. Ich habe ein Fahrrad repariert. Dabei musste ich auch die Schaltung einstellen. Eine Torpedo-Dreigangnabe! Wenn man das Prinzip aber erstmal durchschaut hat, ist es kein Hexenwerk. Habe dann eine Radtour gemacht. Nicht weit, nur etwa 50 km. Beim Heimfahren wusste ich dann, warum die Hinfahrt so leicht ging: FUCKING VERSCHISSENER DRECKS-GEGENWIND! Abends war ich dann richtig erschöpft. Ich hab mir noch ein "chick flick" angesehen: "Was Frauen wollen". Unkomischer Blödsinn. Wir wollen Mel Gibson lieber in Rollen wie in "Mad Max" oder "Payback" sehen. Und ich persönlich wäre auch bei Marisa Tomei geblieben...


April 18, 2003
Stefans fünf Fragen für Freitag. Wieso tragen Frauen von der stabilen Fraktion immer penetrant süsse Düfte? Wieso heisst der VW Jetta in Deutschland Bora? Wieso hat man, nachdem die Menschheit gelernt hat, einen Tetrapack ohne Sauerei aufzuschneiden, diese Plastik-Ausgiesser eingeführt, wo es jedesmal wieder Sauerei gibt? Wieviele Glühbirnen sind an dem lampenähnlichen Gebilde, das in der Nürnberger Landeszentralbank an der Decke hängt? Und wieso lässt sich eine aufgeklärte Nation von einer Art Sekte im 21. Jahrhundert immer noch ein Tanz- und Musikverbot aufzwingen?